Schon die Römer wussten, sich ewiges Andenken zu bewahren,
allen voran Kaiser und Feldherren, Dichter und Gelehrte. In Bronze oder Stein geformte Köpfe aus jener Zeit sind noch heute lebendige Zeugnisse längst vergangenen Epochen und zugleich einer damals verbreiteten Kunstform: das Porträtieren. Das Portrait entstand um Verstorbene ein Andenken zu wahren oder die Herrschenden, Kaiser und erfolgreichen Feldherren zu ehren und ihre Vorbildfunktion zu unterstreichen.
Seine Tradition reicht jedoch noch weiter zurück bis zu den Ägyptern, eins uns aus dieser Zeit sehr bekanntes Portrait ist das der Nofretete. Diese Porträts sind jedoch stärker stilisiert und weniger charakteristisch.

Doch wer es sich im alten Rom leisten konnte, ließ sich und seine Familie porträtieren, so dass uns heute noch viele sehr ausdrucksstarke Köpfe auch von weniger berühmten Menschen erhalten sind.

Mit dem Untergang des römischen Reiches ging die Porträtkunst jedoch zugrunde.

Erst in der Renaissance erlebte sie einen neuen Höhepunkt. Einer der ersten bekannten Portraits wurde von Donatello geschaffen und zeigt Niccolò da Uzzano oder die Büste von Pieros’ di Medici aus der Hand von Mino da Fiesole (beide Mitte des 15. Jhrds Florenz)

Auch im Barock wurde die Potraitkunst sehr geschätzt und hatte ihren Höhepunkt dank des römischen Bildhauers Gianlorenzo Bernini, der insbesondere diverse Persönlichkeiten der Kirche aber auch Ludwig XIV portraitierte. Porträtisten gab es seitdem über viele Jahrhunderte. Einer der letzten künstlerisch innovativen Portraitisten der Neuzeit war Rodin. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte das Porträtieren als Kunstform quasi keine Bedeutung mehr. Gleichwohl finden sich unter den Bildhauern heute eine Reihe hervorragender Porträtisten, die das uralte Kunst-Handwerk beherrschen.

Weiterführende Literatur zu diesem Thema: “Die obere Hälfte, die Büste seit Auguste Rodin” Hersg.: Städtische Museen Heilbronn, Kunsthalle Emden, Museum Liner Appenzell. Zu beziehen über die Museen



special 2011:
Karol Wojtyla


Presentation

Die Künstlerin

Die Porträts von
I. Marina Buening: eine Fotogalerie

Ablauf des Portraitierens

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Kurze Geschichte des Porträts

Rom, die Wahlheimat der Künstlerin